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50er Jahre Anzeige, Hausfrau beim Abwasch mit Prilpaket, mit Slogan: wenig Stil hilft viel
Inserat für "Pril", aus "Frau und Mutter", 47. Jahrgang, zweites Juniheft 1958, Seite 32, bearbeitet. (Originaltext: "Pril so sparsam - wenig Pril hilft viel", "Pril ohne Soda schont die Hände")

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Schlichtungen

10. Oktober 2007

Aktualisiert Oktober 2017.

Als Rechtsfolgen einer Diskriminierung sind materieller und immaterieller Schadenersatz vorgesehen.
Einem gerichtlichen Verfahren ist ein verpflichtendes Schlichtungsverfahren bei einer Landesstelle des Sozialministerium Service vorgeschaltet.
Jede behinderte Person kann bei vermeintlicher Diskriminierung gemäß BGStG ein Verfahren beim Sozialministerium Service einleiten.
Im Normalfall einigt man sich dort auf eine Kompromisslösung und zumutbare Anpassungen innerhalb zumutbarer Fristen.

Bisherige Schlichtungsfälle, aufgelistet in der BIZEPS Schlichtungsdatenbank, zeigen, dass es dabei nie um genaue Erfüllung der WCAG auf Punkt und Beistrich ging, sondern um pragmatische Lösung von jeweils sehr konkreten Zugänglichkeitsproblemen.

Eine Bank wurde z.B. zur Schlichtung geladen, weil sie bei ihrem Internet Banking System auf ein rein grafisches TAN System umgeschalten hatte, dass für blinde Menschen nicht benutzbar war.

Ein Online-Ticketanbieter kam ins Visier, weil keine Rollstuhlplätze gebucht werden konnten, ein Mobiltelefonanbieter, weil er Preisinformationen in mit Screen-Reader absolut unlesbaren PDFs und Sonderangebote in Bildern ohne Alternativtext versteckt hatte.

Eine Fernsehanstalt wurde mit einem Schlichtungsverfahren wegen fehlender Untertitelung von Online-Videos für gehörlose Menschen konfrontiert.

 

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